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Blog der Redaktion

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Gerd

23.01.2018 Telefonterror? – Gibt’s im stationären Handel nicht!

„Hurra“, das Telefon klingelt, klingt schon besser. In Zeiten der Digitalisierung und des Onlinehandels ist ein eingehender Anruf eines Kunden ein voller Erfolg für Ihr Unternehmen. Das Klingeln ist ein Zeichen dafür, dass sich jemand dafür entschieden hat, nicht mehr anonym im Netz stöbern und einkaufen zu wollen.

Jetzt liegt es an Ihrem Team, diese Steilvorlage ins Tor zu bringen. Nehmen Sie sich Zeit, zeigen Sie Interesse und stellen Sie Fragen. Mit jedem Schritt wird Ihre Kundenbeziehung enger. Und das verbindlich!

In unserem Betrieb arbeitete jeden Tag ein anderer Mitarbeiter quasi als Telefonist. Bei jedem Anruf trug er die vereinbarten Absprachen gleich in die Kundendatenbank ein. Service-Leistungen, Abholungen, Rückrufe, Bestelleingänge – nichts blieb dem Zufall überlassen.

Der Vorteil dieser Variante? Kundengespräche vor Ort werden nicht unterbrochen, das Team arbeitet entspannter.
Werden Sie also Freund Ihres Telefons und Ihres Anrufers!

Good sell!

Gerd Bittl-Fröhlich

Kommentar zur VELOBIZ 1/2018

Gerd

23.05.2017 Fitti statt Spritti – nachhaltig handeln

Das Fahrrad als Fahrzeug im täglichen Einsatz zur Arbeit ist – mit oder ohne elektrische Unterstützung – wahrlich ein Segen für uns Menschen.

Die vielen „einzelbesetzten Feinstaubfahrgastzellen“ in unseren Städten werden damit weniger. Die Verlagerung schafft neue Aufgaben für Hersteller, Fachbetriebe, Handel, Versicherungen, Banken und Staat. Letzterer hat vor einiger Zeit dazu den Subventionsschalter umgelegt, um zu sponsern. Super, wenn die Menschen nachhaltig handeln und damit fitter, gesünder, motivierter und ausgeglichener ihr Tagwerk verrichten, anstatt nur „Super“ zu tanken. Egal, welches Modell die Betriebe bzw. Arbeitnehmer wählen – als Händler sollten Sie alle kennen und bereit dafür sein. Rüsten Sie sich, Ihr Geschäft, Ihr Sortiment und Ihre Mannschaft! Da rollt was auf Sie zu!

Ich für meinen Teil würde mir wünschen, dass viele Unternehmer auch bei ihren Mitarbeitern nachhaltig handeln, also den nötigen finanziellen Support geben, dass diese für das Dienstfahrrad keinen Gehaltsverzicht in Kauf nehmen müssen.

Good sell!

 

Kommentar zur VELOBIZ 3/2017

Gerd

01.04.2017 Say hello

Im April 2017 hatten wir in der VELOBIZ das Thema Ladendiebstahl und Einbruch beleuchtet...

Say hello!

Die einfachste und effektivste Diebstahlprävention ist eine herzliche Begrüßung Ihrer Kunden, wenn sie den Laden betreten. Damit fühlt sich jeder sofort wahrgenommen und positiv „erfasst“.

Fehlt die Ansprache, neigen manche Kunden sehr viel eher dazu, diese Nichtbeachtung auszunutzen, um etwas „mitgehen zu lassen“. Teure Videoüberwachung oder Warensicherung „stören“ Diebe weniger als aufmerksame Mitarbeiter.

Der freundliche Empfang an der Tür hat aber noch einen anderen positiven Effekt: Mit einem freundlichen „Hello!“ bricht das Eis zwischen Ihnen und Ihrem Kunden. Er fühlt sich wohl, denn Sie haben eine Verbindung zu ihm hergestellt. Er hat für sein Bedürfnis eine Anlaufstation gefunden. Der Anfang für ein angenehmes Verkaufsgespräch ist gemacht – außer Ihr Gegenüber plante etwas Böses.

Überlassen Sie es aber nicht dem Zufall: Sprechen Sie bei Ihrem nächsten Meeting mit Ihren Mitarbeitern darüber.

Good sell!

Gerd Bittl-Fröhlich

Weniger

17.01.2017 „Rethink or die“ – Umdenken oder sterben!

Unter diesem Motto stand ein Vortrag im Rahmen des „Retail Days“ der diesjährigen ISPO-Academy, in dessen Zentrum das Thema Nachhaltigkeit stand. Nur wenige hörten gespannt zu. Warum nur wenige? „Der Handel ist noch nicht so weit“, war die eine Antwort. „Das Timing für den Vortrag war nicht gut gewählt“, eine andere. Dorothea Weniger sprach mit Gerd Bittl-Fröhlich darüber, ob denn die Messe München selbst das Thema Nachhaltigkeit gut umgesetzt hat.

Dorothea Weniger: Gerd, wie hast Du die ISPO 2017 erlebt?

Gerd Bittl-Fröhlich: Ich habe einen Aufbruch gespürt, die Stimmung war gut. Viele Hersteller waren mit dem winterlichen Wetter sehr zufrieden. Ich habe auch viele innovative Produkte gesehen und es hat mir gefallen, dass ihre Wertigkeit bei vielen Herstellern wieder ins Zentrum rückt, ohne dass dies zulasten der Erlebniswelten geht.

Und wo hakt es?

Ich vergleiche die Messe gerne mit einem Catwalk. Dieses Schaulaufen motiviert die Händler, keine Frage. Allerdings liegt hier auch der Knackpunkt: So wie es nur sehr wenige Menschen gibt, die die Mode des Catwalks im Alltag tragen, verstellt der ISPO-Catwalk den Blick darauf, was neben dem Glamour immer wichtiger wird. Wie halten wir es mit der Nachhaltigkeit? Mit „wir“ meine ich nicht die Messe München allein, ich meine die ISPO-Community, also auch die Aussteller, die den Marktplatz ISPO bespielen.

Was meinst Du konkret damit?

Ich erkläre es mal anhand eines sehr einfachen Beispiels: Auf der Messe stellt ein Hersteller Stahltrinkflaschen aus, die aufgrund der enormen Mengen weggeworfener Coffeeshop-Pappbecher entwickelt wurden. Warum schließt sich die Messe München nicht konzeptionell solchen Entwicklungen an und achtet z. B. bei ihrer Gastronomie ausnahmslos darauf, dass dort entsprechend gehandelt wird? So könnte die Messe das Thema „umweltbewusst handeln“ in einem ersten Schritt auch aktiv vorantreiben. Ich bin davon überzeugt, die Messe kann das.

Woher nimmst Du diese Überzeugung?

Ich habe Ansätze davon auf der Messe gesehen. Das neue Konzept in der Action-Halle B 6, aber auch in der Halle B 5 empfand ich z. B. als sehr erfrischend. Die jungen Leute dort haben richtig gearbeitet. Sie beschäftigten sich wieder mit den Produkten. Abends blieb dann Zeit zum Feiern – und sie haben richtig gefeiert.

Warum glaubst Du, tut sich die Sportbranche so schwer beim Thema Nachhaltigkeit?

Einmal abgesehen vom Team-Sport ist der Sport geprägt von Wettkämpfen. Das Individuum und die Attribute „höher, schneller, weiter“ sind ein wichtiger Faktor bei den Erlebniswelten des Sports. Für das Thema Nachhaltigkeit brauchen wir aber wieder mehr Sinn für das „Wir“. Die Frage ist doch, wie wir diese Welt unseren Kindern übergeben wollen. Wenn wir dieses „Wir“ mit dem „Sein in der Natur“ und der Verantwortung dafür verbinden würden, würden wir uns meiner Meinung nach auf dem Weg in die richtige Richtung bewegen. In diesem Sinne einen Weg vorzugeben, stünde auch der ISPO gut zu Gesicht. Denn manchmal hatte ich schon das Gefühl, während ich durch die Gänge lief, dass wir uns in einer Art „Blase“ bewegen und versuchen, uns aus der Verantwortung zu stehlen. Ich nenne das „Störfelder“ – Punkte also, an denen man mit einem Konzept zur Nachhaltigkeit ansetzen könnte.

Hand aufs Herz: Wie hältst Du es in Deinem Betrieb selbst mit der Nachhaltigkeit?

Konkret fallen mir zwei Beispiele ein: Bei der Verschickung der gewonnenen Preise verwenden wir nur gebrauchte Kartons – unsere Gewinner wissen das. Aus Autofahrten werden bei uns immer mehr Zugfahrten. Aber auch wir sind noch nicht perfekt, wir müssen weiter darüber nachdenken und dann neue Wege einschlagen.

Gleichzeitig müssen wir in unseren Schulungen das Thema Nachhaltigkeit nachvollziehbar darstellen und dafür sorgen, dass das Wissen darüber bei möglichst vielen Händlern, Verkäufern und Azubis ankommt, denn neben der allgemeinen Verantwortung drängt auch der Kunde immer mehr und fragt nach nachhaltigen Produkten.

Gerd, vielen Dank für das Gespräch.

Gerd

24.11.2016 ONLINE / OFFLINE

Am Montag hatten wir nach mehr als zehn Jahren sportsella.com durch einen Hardwaredefekt beim Provider das Erlebnis, dass alles still stand: sportsella.com war für ein paar Minuten offline. Also: Nix geht mehr. Keine Website, keine Buchhaltung, keine offenen Fälle. Prima - nix zu tun, oder?

Also hatte ich einen Moment Zeit … 

Ich erinnerte mich an Messegespräche, die den Inhalt hatten „… wir müssen den Offline Handel stärken…“ oder Vorträge, in denen die Sprecher verkündeten „ … 74% der Kunden kaufen offline…“ 

Ich dachte an meinen Sicherungskasten im Keller. Da steht auf den Schaltern: ON - OFF.

Offline, so ein Unsinn! Plane und denke ich vorwärts, in dem ich mich auf das Abschalten meiner Unternehmung fokussiere? Nein! Es kann nicht sein, dass der stationäre Handel mit allen seinen Leistungen, die er dem Kunden bietet noch eine weitere Sekunde als „OFFLINE“ bezeichnet werden darf. Denn jemand, der vorsätzlich „offline geht“ … sperrt - gefühlt - seinen Laden zu, macht das Licht aus.

Der stationäre Handel ist online - präsent vor Ort und im Netz. Go for it!

So, wir sind nun auch wieder online… hab grad oben rechts im Bildschirm eine Meldung erhalten… vorwärts für unsere sportsella.


Good Sell!

Gerd Bittl-Fröhlich

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Good Sell,

Gerd Bittl-Fröhlich