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Blog der Redaktion

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Gerd

01.04.2017 Say hello

Im April 2017 hatten wir in der VELOBIZ das Thema Ladendiebstahl und Einbruch beleuchtet...

Say hello!

Die einfachste und effektivste Diebstahlprävention ist eine herzliche Begrüßung Ihrer Kunden, wenn sie den Laden betreten. Damit fühlt sich jeder sofort wahrgenommen und positiv „erfasst“.

Fehlt die Ansprache, neigen manche Kunden sehr viel eher dazu, diese Nichtbeachtung auszunutzen, um etwas „mitgehen zu lassen“. Teure Videoüberwachung oder Warensicherung „stören“ Diebe weniger als aufmerksame Mitarbeiter.

Der freundliche Empfang an der Tür hat aber noch einen anderen positiven Effekt: Mit einem freundlichen „Hello!“ bricht das Eis zwischen Ihnen und Ihrem Kunden. Er fühlt sich wohl, denn Sie haben eine Verbindung zu ihm hergestellt. Er hat für sein Bedürfnis eine Anlaufstation gefunden. Der Anfang für ein angenehmes Verkaufsgespräch ist gemacht – außer Ihr Gegenüber plante etwas Böses.

Überlassen Sie es aber nicht dem Zufall: Sprechen Sie bei Ihrem nächsten Meeting mit Ihren Mitarbeitern darüber.

Good sell!

Gerd Bittl-Fröhlich

Weniger

17.01.2017 „Rethink or die“ – Umdenken oder sterben!

Unter diesem Motto stand ein Vortrag im Rahmen des „Retail Days“ der diesjährigen ISPO-Academy, in dessen Zentrum das Thema Nachhaltigkeit stand. Nur wenige hörten gespannt zu. Warum nur wenige? „Der Handel ist noch nicht so weit“, war die eine Antwort. „Das Timing für den Vortrag war nicht gut gewählt“, eine andere. Dorothea Weniger sprach mit Gerd Bittl-Fröhlich darüber, ob denn die Messe München selbst das Thema Nachhaltigkeit gut umgesetzt hat.

Dorothea Weniger: Gerd, wie hast Du die ISPO 2017 erlebt?

Gerd Bittl-Fröhlich: Ich habe einen Aufbruch gespürt, die Stimmung war gut. Viele Hersteller waren mit dem winterlichen Wetter sehr zufrieden. Ich habe auch viele innovative Produkte gesehen und es hat mir gefallen, dass ihre Wertigkeit bei vielen Herstellern wieder ins Zentrum rückt, ohne dass dies zulasten der Erlebniswelten geht.

Und wo hakt es?

Ich vergleiche die Messe gerne mit einem Catwalk. Dieses Schaulaufen motiviert die Händler, keine Frage. Allerdings liegt hier auch der Knackpunkt: So wie es nur sehr wenige Menschen gibt, die die Mode des Catwalks im Alltag tragen, verstellt der ISPO-Catwalk den Blick darauf, was neben dem Glamour immer wichtiger wird. Wie halten wir es mit der Nachhaltigkeit? Mit „wir“ meine ich nicht die Messe München allein, ich meine die ISPO-Community, also auch die Aussteller, die den Marktplatz ISPO bespielen.

Was meinst Du konkret damit?

Ich erkläre es mal anhand eines sehr einfachen Beispiels: Auf der Messe stellt ein Hersteller Stahltrinkflaschen aus, die aufgrund der enormen Mengen weggeworfener Coffeeshop-Pappbecher entwickelt wurden. Warum schließt sich die Messe München nicht konzeptionell solchen Entwicklungen an und achtet z. B. bei ihrer Gastronomie ausnahmslos darauf, dass dort entsprechend gehandelt wird? So könnte die Messe das Thema „umweltbewusst handeln“ in einem ersten Schritt auch aktiv vorantreiben. Ich bin davon überzeugt, die Messe kann das.

Woher nimmst Du diese Überzeugung?

Ich habe Ansätze davon auf der Messe gesehen. Das neue Konzept in der Action-Halle B 6, aber auch in der Halle B 5 empfand ich z. B. als sehr erfrischend. Die jungen Leute dort haben richtig gearbeitet. Sie beschäftigten sich wieder mit den Produkten. Abends blieb dann Zeit zum Feiern – und sie haben richtig gefeiert.

Warum glaubst Du, tut sich die Sportbranche so schwer beim Thema Nachhaltigkeit?

Einmal abgesehen vom Team-Sport ist der Sport geprägt von Wettkämpfen. Das Individuum und die Attribute „höher, schneller, weiter“ sind ein wichtiger Faktor bei den Erlebniswelten des Sports. Für das Thema Nachhaltigkeit brauchen wir aber wieder mehr Sinn für das „Wir“. Die Frage ist doch, wie wir diese Welt unseren Kindern übergeben wollen. Wenn wir dieses „Wir“ mit dem „Sein in der Natur“ und der Verantwortung dafür verbinden würden, würden wir uns meiner Meinung nach auf dem Weg in die richtige Richtung bewegen. In diesem Sinne einen Weg vorzugeben, stünde auch der ISPO gut zu Gesicht. Denn manchmal hatte ich schon das Gefühl, während ich durch die Gänge lief, dass wir uns in einer Art „Blase“ bewegen und versuchen, uns aus der Verantwortung zu stehlen. Ich nenne das „Störfelder“ – Punkte also, an denen man mit einem Konzept zur Nachhaltigkeit ansetzen könnte.

Hand aufs Herz: Wie hältst Du es in Deinem Betrieb selbst mit der Nachhaltigkeit?

Konkret fallen mir zwei Beispiele ein: Bei der Verschickung der gewonnenen Preise verwenden wir nur gebrauchte Kartons – unsere Gewinner wissen das. Aus Autofahrten werden bei uns immer mehr Zugfahrten. Aber auch wir sind noch nicht perfekt, wir müssen weiter darüber nachdenken und dann neue Wege einschlagen.

Gleichzeitig müssen wir in unseren Schulungen das Thema Nachhaltigkeit nachvollziehbar darstellen und dafür sorgen, dass das Wissen darüber bei möglichst vielen Händlern, Verkäufern und Azubis ankommt, denn neben der allgemeinen Verantwortung drängt auch der Kunde immer mehr und fragt nach nachhaltigen Produkten.

Gerd, vielen Dank für das Gespräch.

Gerd

24.11.2016 ONLINE / OFFLINE

Am Montag hatten wir nach mehr als zehn Jahren sportsella.com durch einen Hardwaredefekt beim Provider das Erlebnis, dass alles still stand: sportsella.com war für ein paar Minuten offline. Also: Nix geht mehr. Keine Website, keine Buchhaltung, keine offenen Fälle. Prima - nix zu tun, oder?

Also hatte ich einen Moment Zeit … 

Ich erinnerte mich an Messegespräche, die den Inhalt hatten „… wir müssen den Offline Handel stärken…“ oder Vorträge, in denen die Sprecher verkündeten „ … 74% der Kunden kaufen offline…“ 

Ich dachte an meinen Sicherungskasten im Keller. Da steht auf den Schaltern: ON - OFF.

Offline, so ein Unsinn! Plane und denke ich vorwärts, in dem ich mich auf das Abschalten meiner Unternehmung fokussiere? Nein! Es kann nicht sein, dass der stationäre Handel mit allen seinen Leistungen, die er dem Kunden bietet noch eine weitere Sekunde als „OFFLINE“ bezeichnet werden darf. Denn jemand, der vorsätzlich „offline geht“ … sperrt - gefühlt - seinen Laden zu, macht das Licht aus.

Der stationäre Handel ist online - präsent vor Ort und im Netz. Go for it!

So, wir sind nun auch wieder online… hab grad oben rechts im Bildschirm eine Meldung erhalten… vorwärts für unsere sportsella.


Good Sell!

Gerd Bittl-Fröhlich

Gerd

24.10.2016 Generationen in Schubladen?

Ich erinnere mich noch gut: Vor einigen Jahren startete unsere heutige Geschäftspartnerin Claudia Bösl in München eine Initiative auf der ISPO um „Best Ager“. Sie zeigte, dass sich viele aktive Menschen über 50 in Fahrrad- und Sportgeschäften vernachlässigt und nicht „abgeholt“ fühlen. Sie regte zum Umdenken an.

Viele Besucher der damaligen Veranstaltung sind heute selbst „Best Ager“ – also Teil der damals vorgestellten Zielgruppe. Und? Sind wir nun gebrechliche Alte, die mit dem Seniorenausweis wedeln und die Leute im Bus zum Aufstehen nötigen? Nein!

Jede Altersgruppe fühlt sich jung und fit. Teenager, deren Synapsen noch nicht ganz „verdrahtet“ sind, rempeln im Supermarkt gleichermaßen gegen einen Dosenturm, wie etwas kurzsichtige Mittvierziger. Beide Gruppen sind aktiv.

Welche Zielgruppe bedienen Sie, beziehungsweise möchten Sie bedienen? Soll Ihr Unternehmen mit Ihnen altern oder bauen Sie auf stetigen Nachwuchs? Wie möchten Sie selbst einkaufen? Wie möchten Sie wahrgenommen werden? Trommeln Sie Ihre Mitarbeiter zusammen. Machen Sie sich gemeinsam Gedanken. Der Ladenbau, die Ausstattung, die Preisschilder …, alles folgt dann diesem  Plan – generationenfreundlich.

Good sell!

Gerd Bittl-Fröhlich

Dieser Kommentar erschien in Velobiz 2016/Oktober

Gerd

15.08.2016 Ein bisschen Spaß muss sein …

So trällerte Roberto Blanco seinerzeit seinen Megahit. Und ein chinesisches Sprichwort besagt: „Ein Mensch ohne Lächeln sollte kein Geschäft eröffnen.“

Tja, alle Arbeitgeber wissen, dass der Verkaufsalltag nicht jeden Tag gleich gut funktioniert – auch der eigene nicht. In der Regel ist der Kopf des Chefs randvoll mit tausend Dingen, die laufen müssen. Das spürt auch das Team, denn es arbeitet ja jeden Tag mit Ihnen und kennt Sie gut.

Ihre Mannschaft ist Ihr wichtigstes Kapital. Demnach sollten Sie morgens beim Bäcker mal anhalten und für alle ein Frühstück besorgen – auch ein paar frische Blumen für die Kollegin wirken Wunder, wenn Sie sie damit überraschen. Ein lustiger Spruch, wenn mal wieder was Super-Nerviges passiert ist. Ein witziges Geburtstagsgeschenk für einen Mitarbeiter. Ein freier Tag, wenn sich ein anderer fortbilden möchte. Ein Ticket für ein Sportsella-Event – dies sind nur kleine Beispiele, die einem Mitarbeiter, wenn er morgens vor seinem Spiegel im Bad steht und gleich zur Arbeit muss, ein Lächeln ins Gesicht zaubern, denn er freut sich auf seinen Arbeitstag und auf Sie …

Wenn Sie statt Arbeiter Mitarbeiter möchten, die nicht nur von Nine to Five im Geschäft ihre Zeit ‚vollstrecken‘, dann geht das nur mit guter Laune. Und: Auch Ihre Aufgaben gehen Ihnen gleich viel leichter von der Hand, wenn Sie gute Laune stiften, denn wie Roberto weiter sagt: „… dann kommt das Glück von ganz allein …“

Good sell!

Gerd Bittl-Fröhlich

PS: Unter www.sportsella.com/sella-events.html gibt es gute Laune und Fortbildung in einem.

Mein Kommentar aus Velobiz August 2016

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Good Sell,

Gerd Bittl-Fröhlich