ABS - Der Lawinenairbag

Einführung

Bild: ABS, Aymar Navarro

Problematik – Lawinenrisiko abseits der Pisten  

Im Auto gehören Airbags längst zur Serienausstattung. Gut drei Jahrzehnte nach seiner Erfindung hat sich mittlerweile der Lawinen-Airbag auch für Skifahrer und Snowboarder als lebensrettende Ausrüstung abseits gesicherter Pisten etabliert. Eine weitere Zielgruppe findet sich inzwischen bei den Schneeschuhwanderern, die im alpinen Geländer unterwegs sind.

Trotz nie völlig auszuschließenden Gefahren abseits der Pisten zieht es nach Schätzungen der Alpenvereine aus der Schweiz, Österreich und Deutschland mittlerweile über eine Million Menschen als Skitourengeher auf die Gipfel. Tourengehen entwickelt sich von einer Nischen- zu einer Breitensportart. Hinzu kommt die noch höhere Zahl der Freerider, die sich per Sessellift und Gondelbahn bequem in den siebten Tiefschneehimmel liften lassen. Breite Ski machen das Tiefschneefahren leichter und sorgen für noch mehr Spaß. Jeder will seine Spur am liebsten in makellose Hänge ziehen. Damit steigt fast automatisch das Risiko. Denn, ist das Weiss auf den Standardrouten schon von den Vorgängern zerpflügt, wächst die Versuchung, es einen Hang weiter zu probieren, auch wenn der vielleicht weniger lawinensicher ist.  

Rund 100 Wintersportler kommen jeden Winter in den Alpen in Lawinen ums Leben. In Relation zur gewachsenen Zahl der Off-Piste-Wintersportler ist die Todesrate gesunken. Doch jeder Lawinentote ist einer zu viel.

Lösung – Lawinen-Airbags

Mit Hilfe von Lawinen-Airbags kann das Risiko, in einer Lawine tödlich zu verunglücken, markant reduziert werden. Sie reduzieren das Risiko, verschüttet zu werden erheblich oder minimieren zumindest die Verschüttungstiefe.

In einer wissenschaftlichen Studie haben Pascal Haegeli und sein Autorenteam Daten analysiert und bewertet und in einer internationalen Studie die Wirksamkeit des Lawinenairbags mit den aktuellsten Daten dargestellt. Schlussfolgerungen aus dieser Studie sind u.a.: Airbags sind ein wertvolles Lawinen-Notfallgerät, aber die Auswirkung auf die Mortalität ist kleiner als bis anhin angenommen und ein Überleben ist nicht garantiert. Bei Lawinenopfern, ernsthaft erfasst von einer Lawine der Größe 2 oder größer, wird das Sterberisiko mit einem aufgeblasenen Airbag von 22 % auf 11 % reduziert. Das heisst, dass aufgeblasene Airbags etwa die Hälfte aller Todesopfer verhindern können.

Historie: ABS – der Pionier unter den Lawinen-Airbags

Nein, es war kein Skitüftler, der die Idee für einen Lawinen-Airbag hatte. Der bayerische Forstmeister Josef Hohenester entdeckt in den 1970er-Jahren, dass er mit erlegtem Wild auf den Schultern in Schneebrettern an der Oberfläche bleibt. Er lässt sich die Idee patentieren. Peter Aschauer liest zufällig davon und kauft ihm die Idee ab. Aschauer ist motiviert, ein entsprechendes Produkt auf den Markt zu bringen, nachdem er beim Heliskiing eine gefährliche Lawinensituation hautnah miterlebt hat. Er experimentiert und beginnt mit der Entwicklung eines Systems, das in Sekunden eine ausreichende Volumenvergrößerung ermöglicht, ohne den Skifahrer zu behindern.

1985 stellt Aschauer den ersten funktionsfähigen ABS Lawinen-Airbag auf der ISPO vor. 1989 rüstet der DAV Summit Club alles teilnehmenden Variantenskifahrer mit ABS Rucksäcken aus. Mittlerweile sind Lawinen-Airbags ein fester und empfehlenswerter Bestandteil der Notfallausrüstung – zusätzlich zur Standardausrüstung mit Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät), Sonde und Schaufel.

Wie bei jeder erfolgreichen Entwicklung gibt es mittlerweile entsprechende Mitbewerber am Markt. Doch ABS ist immer noch der führende Anbieter. Nicht zuletzt dank konsequenter Weiterentwicklungen, jahrzehntelanger Erfahrungen und zukunftsweisender Innovationen.

Dauer des Trainings: ca. 20 Minuten.

Informationen

Wir haben die Trainings für Sie unterteilt in 7 Sektionen. Zunächst fangen wir mit einer kurzen Einführung an, in der wir Ihnen die Produkte vorstellen, über die im Weiteren gesprochen wird. Nach dieser Einführung stellen wir Ihnen das wichtigste Grundwissen vor, um danach die unterschiedlichen Zielgruppen zu beschreiben. Dann folgt eine Zusammenstellung der Verkaufsargumente, die sich an den zuvor beschriebenen Zielgruppen orientieren. Um den Verkaufsvorgang abzurunden, stellen wir Ihnen dann eine Einwandsbehandlung zur Verfügung. Der sichere Abschluss wird Sie dabei unterstützen, das Verkaufsgespräch erfolgreich abzuschließen. Durch die Teilnahme an dem dann folgenden Test erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr neu erworbenes Wissen in Form eines Trainingszertifikats zu dokumentieren. Das Zertifikat erhalten Sie, wenn Sie die Beantwortung der Testfragen in max. 2 Durchgängen richtig beantwortet haben. In jedem Fall eines erfolgreichen Trainings-Abschlusses (auch nach mehr als 2 Versuchen) werden Sie in die Gewinnerdatenbank zur Ziehung der Wochen-/Monatsgewinne aufgenommen. Und nun viel Spaß!

Anmeldung

Um an diesem Training teilzunehmen müssen Sie sich zuerst anmelden.

Passwort vergessen