Fehlermanagement

Einführung

„Mensch, Müller, bei der letzten Warenlieferung fehlt ja ein Karton Skijacken. Warum haben Sie denn den Lieferschein nicht geprüft? Jetzt sind Sie doch wirklich lang genug da!“


Der Vorgesetzte ist froh, dass er den Schuldigen für den Schnitzer bei der Warenannahme ausmachen konnte. Nachdem er ihn nun zur Rede gestellt hat, ist er sich sicher, dass der Mitarbeiter das nächste Mal besser aufpassen wird. Dass der Mitarbeiter erst vor zwei Monaten mit der Ausbildung angefangen hat, interessiert ihn nicht. Wichtig ist, dass alles glatt läuft. Dass gerade alles schief gelaufen ist, kann er sich gar nicht vorstellen.

„Wo gehobelt wird, fallen Späne“ – altes Sprichwort steht im Wörterbuch, alter Hut denken die meisten. Und trotzdem heißt es in vielen Betrieben: Fehler kosten Geld und schaden dem Image. Deshalb ist allen klar: Fehler dürfen nicht passieren. Werden diese Gedanken von allen Beteiligten getragen und durch gegenseitige Schuldzuweisungen am Leben erhalten, entstehen im schlimmsten Fall Angstblockaden, mit psychischen, aber auch betriebswirtschaftlichen Folgen: Wer Angst vor Fehlern hat, orientiert sich bei seiner Arbeit nur noch an bewährten Mustern. Einzelne Arbeitsschritte dauern immer länger, weil sie ständig auf ihre Fehleranfälligkeit überprüft werden. Kommt es dann doch zu einem Malheur, setzt der „Schuldige“ alle Hebel in Bewegung, um dieses zu vertuschen.

Unter solchen Voraussetzungen gehen Fantasie und Kreativität verloren, die allseits gefürchtete Demotivierung der Mitarbeiter hält Einzug. Teams mit großem Potenzial zerbrechen.

Der Betrieb verbrennt sinnlos Geld.

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