Nachhaltigkeit, ...

Einführung

Nachhaltigkeit, denn diese Welt kennt keinen Plan B

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ umfasst neben dem (ökologischen) Prinzip, dass „nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“ (Duden), auch wirtschaftliche und soziale Aspekte. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller sagte am 16. Oktober 2014 mit Blick auf die Textilindustrie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Tod durch Chemikalien – das ist nicht verhandelbar. Und 15 Cent pro Stunde und sofortige Kündigung bei Schwangerschaft sind menschenunwürdig." Das „Textilbündnis für nachhaltige Textilien“, das er am gleichen Tag ins Leben rief, sollte die Produktion von Bekleidung ökologischer und humaner machen. Vertreter von drei Bundesministerien, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und der Bekleidungsindustrie suchen seitdem nach Lösungen. Der Handel mit seiner Mittlerposition zwischen Sportindustrie und Verbraucher sollte die Hintergründe der Diskussionen kennen und selbst für Nachhaltigkeit einstehen.

Credit: Vaude (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Im November letzten Jahres meldete das Textilbündnis, dass sich nun jedes Mitglied mit einem konkreten, aber individuellen Umsetzungsplan (einer sogenannten Roadmap) für die gesamte globale Lieferkette ins neue Jahr gehen würde. Letztendlich hatten die Unternehmen bis zum 27. Juli dieses Jahres Zeit, plausible Roadmaps zu erstellen, die auch veröffentlicht werden sollen, um sie für Verbraucher transparent zu machen. Diese Freiwilligkeit der Veröffentlichung wird dann nächstes Jahr zur Pflicht.

Allgemeine Ziele, die alle Unternehmen einhalten müssen, sucht man beim Textilbündnis weiterhin vergebens (sh. Abb.). Ausgemacht ist aber, dass ab 2018 eine externe Instanz, bestehend aus einer Prüfgesellschaft und einer Prüfungskommission, die Umsetzung der Pläne kontrolliert. Sollte die Kontrolle negativ ausfallen, drohen Sanktionen. Die härteste wäre nach einem gescheiterten Schlichtungsversuch der Ausschluss aus dem Bündnis.

Eine McKinsey-Studie aus dem Jahr 2013 ergab: Auch in den kommenden Jahren werden Billiglohnländer wie Bangladesch oder Indien die wichtigsten Lieferanten für die globale Textilbranche bleiben. (Credit: DGB)

Dauer des Trainings: ca. 15 Minuten.

 

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