Sicherheit bei Skitouren und beim Freeriden

Einführung

Photo: Christian Penning

Frische, klare Bergluft. Glitzernde Pulverschneehänge. Raus aus der Hektik des Alltags. Hinauf in der Ruhe der Berge. Skitourengehen und Freeriden entwickeln sich von Nischen- zu Breitensportarten. Die breiten Ski, die in wachsenden Stückzahlen verkauft werden, machen das Tiefschneefahren leichter und sorgen für noch mehr Spass.  

Dass dieser Spaß – abhängig von den Wetter- und Schneeverhältnissen – oft nicht ungefährlich ist, zeigt folgendes Beispiel: Vergangenen Winter geriet ein Freerider in den Ötztaler Alpen bereits bei seiner ersten Abfahrt des Tages in ein Schneebrett. Er konnte den Schneemassen entkommen, setzte seine Abfahrt fort und steuerte den nächsten Hang an. Dort geriet er erneut in ein Schneebrett, hatte aber wieder Glück. Nach einer kleinen Pause wagte er sich an die nächste Off-Piste-Abfahrt – und löste erneut eine Lawine aus.  

In den Bergen herrschen eigene Gesetze. In Zeiten von Mega-Skiverbunden und Achter-Sesselliften mit Sitzheizung gerät das manchmal in Vergessenheit. Doch kaum führen die Skispuren ins freie alpine Gelände, regiert wieder die Natur. Abseits der von Lawinenkommissionen und Sprengkommandos überwachten Hänge tut sie das bisweilen unberechenbar und grausam. An die 150 Menschen kommen in den Alpen jeden Winter bei Lawinenunfällen ums Leben – ganz zu schweigen von der zig-fach höheren Zahl an nicht tödlichen aber dennoch schweren Unfällen auf Skitouren und beim Freeriden.

Trotz der Gefahren zieht es nach Schätzungen der Alpenvereine aus der Schweiz, Österreich und Deutschland mittlerweile über eine Million Menschen als Skitourengeher auf die Gipfel. Hinzu kommt die noch höhere Zahl der Freerider, die sich per Sessellift und Gondelbahn bequem in den siebten Tiefschneehimmel liften lassen.  

Wer in eine Lawine gerät, hat sie in über 90 Prozent aller Fälle selbst ausgelöst. Die Zahlen sind alarmierend. Laut Statistik zählen rund 60 Prozent der Lawinentoten zu den Variantenfahrern. Für rund 20 Prozent aller Verschütteten kommt jede Hilfe zu spät, weil sie in den gewaltigen Kräften, die in einer Lawine wirken, einen schnellen Tod finden. Für den Rest sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einer Verschüttung nach 15 Minuten rapide. Bei einer Komplettverschüttung liegt die Mortalitätsrate bei rund 50 Prozent.

Dennoch verzichtet annähernd jeder dritte Tourengeher auf ein Verschüttetensuchgerät (LVS-Gerät) und beim Variantenfahren verwendet überhaupt nur einer von drei Sportausübenden ein LVS-Gerät. Verschärft werden diese Tatsachen durch den Umstand, dass nur ein geringer Prozentsatz mit der Notfallausrüstung umgehen kann. Über 50 Prozent der Ganzverschütteten werden zu spät ausgegraben – die Opfer sind bereits erstickt.  

Und Lawinen sind nicht die einzigen Gefahren, die im Winter am Berg drohen. Wetterumschwünge, falsche Kleidung, Erschöpfung, gefährliche Routen im absturzgefährdeten Gelände, ungenügende Ausrüstung – jeder dieser Faktoren kann zu kritischen Situationen führen. Das Bergerlebnis im Schnee ist faszinierend. Aber: Die Berge sind kein harmloser Spielplatz – im Winter noch weniger als im Sommer.

Gefragt ist also verantwortungsbewußtes, aktives Handeln, Mitdenken und sensibles Reagieren auf Risiken.

Welche Rolle können Sie als Sporthändler dabei spielen?

  • Sie können und sollten schon beim Kauf der Ausrüstung auf mögliche Gefahren hinweisen, ein Risikobewusstsein schaffen und dem Kunden Hilfestellungen geben, diese Risiken verantwortungsbewußt zu handhaben.
  • Als Fachhändler können Sie Kompetenz beweisen, indem sie das Gefahrenbewußtsein und eine realistische Selbsteinschätzung beim Kunden aktiv fördern.
  • Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, den Kunden durch clevere Tipps und sinn- und wertvolle Zusatzverkäufe enger zu binden.  

Dieses sportsella safetysella Training streift viele der wichtigsten Basics zum Tourengehen und Freeriden im Winter und gibt Anregungen, sich mit der Thematik zu beschäftigen und sie in den Verkaufsalltag im Shop zu integrieren.

Informationen

Wir haben die Trainings für Sie unterteilt in 5 Sektionen. Zunächst fangen wir mit einer kurzen Einführung an, in der wir Ihnen die Inhalte vorstellen, über die im Weiteren gesprochen wird. Nach dieser Einführung stellen wir Ihnen das Grundwissen vor, um danach die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten im Verkauf zu beschreiben. Dann folgt als Abschluss eine Zusammenfassung. Diese wird Sie dabei unterstützen, das Wissen im Verkaufsgespräch erfolgreich einzusetzen. Durch die Teilnahme an dem dann folgenden Test erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr neu erworbenes Wissen in Form eines Trainingszertifikats zu dokumentieren. Das Zertifikat erhalten Sie, wenn Sie die Beantwortung der Testfragen in max. 2 Durchgängen richtig beantwortet haben. In jedem Fall eines erfolgreichen Trainings-Abschlusses (auch nach mehr als 2 Versuchen) werden Sie in die Gewinnerdatenbank zur Ziehung der Wochen- Monatsgewinne aufgenommen. Und nun viel Spass!

Anmeldung

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